Telekom Cloudcenter – Exchange Online mit Evolution

By | 10. März 2013

Ein sehr beliebtes Produkt ist der Exchange-Server in der Telekom Cloud. Ein vollwertiges Exchange-Konto mit 25GB Mailbox und einem zusätzlichen 20 GB Archivordner, also satte 25GB. Die Mailbox bekommt man so schnell nicht voll.
Dieses Konto lässt sich auch mit kleinen Einschränkungen mit Evolution nutzen.

Evolution

Evolition ist eine Groupware-Lösung und bietet Unterstützung für E-Mail, Kalender, Adressbuch, Aufgaben und Notizen.
Zudem lässt sich Evolution auch mit zahlreichen Plugins im Funktionsumfang erweitern. Bei Ubuntu sind Pakete für die Anbindung an EWS, LDAP-Server sowie Newsgruppen und Web-Kalender dabei.
Somit ist das Programm ähnlich mächtig wie das allseits bekannte Outlook.

Einrichtung für Telekom-Cloudcenter EWS

Das Telekom Cloudcenter stellt ein Exchange Server 2010 2016 und natürlich auch den dazugehörigen Exchange Web Services (EWS) zur Verfügung. Diesen EWS-Service nutzen wir für die Anbindung von Evolution.

Zuerst installieren wir Evolution mit der Erweiterung für EWS:

Ihr müsst nicht über die Konsole installieren, natürlich könnt ihr auch euren bevorzugten Paketmanager nutzen.

Konfiguration

Die Konfiguration ist sehr einfach, und ist in wenigen Sekunden beendet. Beim ersten Start von Evolution begrüsst Euch der Evolution-Kontoassistent. Bei dem Punkt Identität gebt ihr euren Namen und E-Mail-Adresse ein. Evolution versucht jetzt die Serverdaten zu ermitteln. Diese sind jedoch falsch und für uns unbrauchbar. Daher wechseln wir wieder zurück auf „Abrufen von E-Mails“ und wählen bei Server-Art: Exchange Webdienste aus.
Username ist der Anmeldename wie im Cloudcenter vorgegeben und kann von euer E-Mail-Adresse abweichen !
Jetzt ändern wir noch die Rechneradresse in:

und drücken die Schaltfläche „Adresse holen“ snapshot15.png Jetzt holt sich Evolution über den Autodiscover die Server-Einstellungen. Leider werden hierbei die Rechenzentrum-interne Serveradressen eingetragen. Diese sind aber für den Client nicht erreichbar! (das funktioniert nur wen der Exchange-Server im eigenen Netz betrieben wird.) Daher ändern wir diese wieder auf https://email.telekom-cloudcenter.de zurück, lassen aber den Rest hinten dran. Die Aktion ist Wichtig damit das richtige OAB (Outlook Adress Buch) eingetragen wird. Das ganze sollte dann aussehen wie auf dem Bild, also etwa so:

Serveradresse:

OAB-Server:

das war’s eigentlich schon. Mails, Kontakte, Kalender, Aufgaben und Notizen sind damit verfügbar.

Einschränkungen

Auch wenn Evolution schon ein beachtlichen Funktionsumfang bietet, ist es noch kein vollwertiger Outlook-Ersatz. Zum Beispiel ist der 20GB Archive-Ordner nicht sichtbar. Auch kann der Regel-Editor keine Server-Regeln lesen/schreiben. Diese müssen zur Zeit noch über OWA gesetzt werden.
Auch der Zugriff auf das Globale Adressbuch ist noch sehr rudimentär. Zwar kann beim schreiben einer E-Mail aus diesem ausgewählt werden, jedoch kann das GAB nicht als Liste angezeigt werden und somit gibt es auch noch keine Möglichkeit Gruppen (Verteilerlisten) zu verwalten.

Windows

Es gibt übrigens auch eine Windows-Version von Evolution. Diese läuft aber mit mingw32: Minimalistischer GNU Win32 (Cross-)Compiler. Diese Version befindet sich aber im unstable Zustand, scheint aber schon recht ordentlich zu laufen.

2 thoughts on “Telekom Cloudcenter – Exchange Online mit Evolution

  1. Michael Rösler

    Vielen Dank für die Anleitung,
    hat sehr gut geholfen. Allerdings hat sich die Adresse für den Erstaufruf von https://mail.telekom-cloudcenter.de auf https://email.telekom-cloudcenter.de geändert. (Analog die Server und OAB-Adresse) Dann funktioniert der automatische Abruf der Einstellungen perfekt. Wenn man trotzdem keine Verbindung auf Anhieb bekommt, dann muss nur die Art der Passwortverschlüsselung in den Kontoeinstellungen bei Evolution angepasst werden.

    Danach wurden Mails, Kontakte, Aufgaben und Termine vollständig übernommen.

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    1. sysmek Post author

      Hallo Michael,

      danke für dein Feedback! …genau, die Migration auf 2016 ist im vollen Gange. Damit ändert sich natürlich auch die Adresse vom Server. Ich ändere das gleich mal.

      Reply

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