klik: portable Apps für Linux (K)Ubuntu

By | 25. September 2010

Die meisten von Euch kennen ja schon portable Apps ? Programme ohne Installation einfach vom USB-Stick oder mobiler Festplatte starten. Leider gibt es die Sammlung nur für Windows. Daher habe ich mich auf die Suche gemacht und habe klik gefunden. KLIK steht für KDE-based Live Installer for Knoppix+Kanotix“, praktisch das: portable Apps für Linux.

Zur Zeit sollen mehr als 4000 Pakete verfügbar sein! Das ist schon recht beachtlich, ich habe jedoch nicht nachgezählt.

Unser (K)Ubuntu muss als erstes für die Verwendung von binutils vorbereitet werden, sowie die gnome-library sollten installiert werden:

nun laden wir den Klick-Client (ohne root-Rechte):

Wir folgen den Anweisungen des Pop-Up’s. Nach erfolgter Installation starten Wir unseren Browser neu. Nun sollte der Browser mit den Links wie : klik://myApps umgehen können.

Was ist gerade passiert ?

Der Client hat 2 Skripte in deinem Home-Verzeichnis angelegt (.klik and .zAppRun.) und die /etc/fstab um 7 mountpoints erweitert. (Dafür hat die Installation die root-rechte angefordert)

Zusätzlich wurde in deinem .kde-Verzeichnis einige Dateien abgelegt um mit  klik-Anwendungen  umgehen zu können.
Jetzt können wir auf die Klik-Seite gehen uns ein Programm aussuchen und anklicken. Der Klik-Client lädt alle Benötigten Dateien und speichert diese in ein CMG-File auf dem Desktop. Von dort aus kann das Programm jederzeit gestartet werden.

Der Klick-Client ist im Prinzip nur ein Wrapper. Er mountet das CMG-File über das Loop-Device, welches eigentlich nur eine cramfs-Image-Datei ist, und startet das darin enthaltene Programm mit den richtigen Path-Angaben. Sämtliche Abhängigkeiten werden innerhalb des Images gelöst. Daher ist ein KLIK-Programm fast immer größer als das gleiche Programm welches über den Paket-Manager installiert wird.

Fazit:

KLIK ist zwar nicht ganz so portable wie „portable Apps“, aber zum testen von neuen Anwendungen perfekt. Ich muss keine Angst mehr von ungelösten Abhängigkeiten haben und mein System bleibt schlank.
Es gibt aber leider auch ein Problem. Der Kernel lässt standardmäßig nur 8 Loop-Geräte zu. Es können also nie mehr als 8 KLIK-Programme gleichzeitig laufen. Aber das dürfte in der Praxis unerheblich sein.