Test: Lenovo Ideapad 330 15ARR mit Kubuntu

By | 11. Oktober 2018

Heute hat der Postbote uns ein neuen Laptop geliefert. Wieder mal ein super schneller Versand durch Alternate ;)

Diesmal ist es ein Lenovo Ideapad 330 15ARR (mit Windows 10 vorinstalliert). Als Prozessor kommt hier ein AMD Ryzen 5 2500U zum Einsatz und natürlich die integrierte AMD Radeon Vega 8. Das ganze mit 8 GB RAM und einer 256 GB SSD. Das ist natürlich keine Gamer-Konfiguration, aber für meine Zwecke völlig ausreichend. Wichtig war mir hier nur, dass auch Virtualisierung möglich ist, um auch mal die eine oder andere Sache über Virtual-Box ausprobieren zu können. Das ist hier mit AMD-V möglich, musste jedoch im BIOS eingeschaltet werden. Warum ist das eigentlich standardmäßig aus geschaltet?

 

Installation

Da ich das Laptop nur mit Linux starten möchte habe ich als erstes den Secure-Boot im BIOS ausgeschaltet (das kostet nur unnötig Boot-Zeit). Dazu F2 drücken beim booten.  Dann beim Starten F12 drücken und den USB-Stick zum booten auswählen. Ich habe hierfür bereits die aktuelle Kubuntu Version 18.04.1 auf den Stick geladen.

Und nun kommt leider die erste aber auch einzige Überraschung. Das Touchpad wird aktuell noch nicht erkannt. Jedoch kein Grund zur Panik, das wird wohl mit dem nächsten Kernel-Update gefixt. Zumindest mit den aktuellen Beta-Kernel soll es funktionieren. Leider war mein Test mit der aktuellen Beta von Kubuntu 18.10 und dem Kernel 4.18 negativ. Es existieren zwar Patche, dafür müsste man den Kernel aber entweder selber bauen oder aus einer Fremdquelle installieren. Zur Zeit nutze sowieso eine externe Maus. Somit werde ich das vermutlich bequem aus sitzen. Hier bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Der Rest der Installation läuft wie gewohnt. Hier gibt es keine weiteren Überraschungen.

 

Performance

Das Laptop wird wohl zu 80% nur zum surfen, mailen  & schreiben genutzt werden. Dafür sind die 4 Kerne mehr als ausreichend. Auch eine Installation von Windows 10 in einer VM dauert keine 10 Minuten. Windows startet danach in unter 20 Sekunden bis zu Anmeldung.

Youtube-Videos laufen natürlich auch mit 1080p im Vollbild ohne Probleme. Daher kann ich sagen, dass ich mit der Performance sehr zufrieden bin.

Timing cached reads: 21964 MB in 2.00 seconds = 10997.42 MB/sec
Timing buffered disk reads: 1452 MB in 3.00 seconds = 483.54 MB/sec

Wie üblich ist der CPU-Takt variable. Kurzzeitig taktet sie bis zu 2,8 Ghz. Wenn jedoch alle Kerne gleichzeitig ausgelastet werden, fällt der Takt rasch ab. Bei um die 65 Grad hält die CPU dann jedoch 1,6Ghz. Mehr gibt die Kühlung nicht her.

Haptik und Ergonomie

Hier bin ich ein klein wenig enttäuscht von Lenovo. Das Plaste-Gehäuse fühlt sich recht billig an und der Bildschirmdeckel macht auch ein recht labilen Eindruck. Das Ideapad ist hier klar als Einsteiger-Klasse bzw. für den privaten Gebrauch ausgelegt.

Dafür ist das Ideapad sehr schön schlank gehalten und macht damit ein eleganten Eindruck. Es gibt das teil wohl auch in verschiedenen Farben. Bei Alternate war jedoch so weit ich gesehen habe nur dieses grau zu bekommen.

Der Bildschirm liefert eine Auflösung von 1920×1080 bei 15“. Damit ist die Schrift auf den meisten Webseiten schon verdammt klein. Das Display ist kein IPS-Panel! Das wird scheinbar nur bei den Intel Versionen verbaut. Trotzdem ist die Blickwinkelstabilität sehr gut und das Display ist entspiegelt (matt). Da spiegelt wirklich nichts.

Die Tastatur ist völlig in Ordnung und auch das große Touchpad lässt sich gut bedienen. Trotzdem ist noch genug Handauflage vorhanden.

Beim surfen bleibt der Lüfter angenehm ruhig. Auch bei YouTube bleibt alles schön leise. Erst wenn man die CPU etwas fordert wird der Lüfter deutlich hörbar. Dabei ist der Ton jedoch nicht so aufdringlich wie bei manch anderen Laptops.

Beim Klang der Lautsprecher, solltet Ihr keine Wunder erwarten. Hier ist erwartungsgemäß wenig Platz im Gehäuse. Lautstärke und Klang reichen aber locker aus, um gemütlich auf dem Sofa das ein oder andere Video zu schauen.

One thought on “Test: Lenovo Ideapad 330 15ARR mit Kubuntu

  1. aysadk

    schade dass touchpad (was wichtig ist) auch gleich das grösste problem ist. hatte mir diesen laptop ausgesucht um damit im Linuxumfeld cooler arbeiten kann.

    also abwarten tee trinken

    Reply

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